Defne Şahin

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Leben wie ein Baum, einzeln und frei,
und brüderlich wie ein Wald.
Das ist unsere Sehnsucht.

Defne Şahin lässt Nâzım Hikmets Worte erklingen. Mal am rauschenden Meer, mal im Wald, mal zwischen den Sternen, aber auch im Gefängnis, wo Hikmet als Regimekritiker 16 Jahre seines Lebens verbrachte. Für ihr Debüt-Projekt vertonte die Sängerin Gedichte des großen türkischen Dichters.

Besonders sein Freiheitsgedanke und die starke Naturverbundenheit der Texte faszinieren die in New York lebende Sängerin türkischer Herkunft. Beeinflusst von Jazz, Pop sowie orientalischen Klängen und Rhythmen kreieren ihre Kompositionen eine ganz eigenwillige Klangwelt, die Hikmets Lyrik zu neuem Leben erweckt.

Tino Derado (piano), der auch mit Rebekka Bakken und Rigmor Gustafsson spielt, Simon Quinn (bass), der schon Kurt Rosenwinkel und Bill Carrothers begleitet hat und Martin Krümmling (drums), Halbfinalist der Thelonious Monk Competition, sind gefragte Musiker der Berliner Jazzszene und geben den Kompositionen Defne Şahins ihre eigene Note.

Die Band tourte in Jazz Clubs, Konzerthäusern und auf Festivals deutschlandweit und erhielt eine Tourförderung für die Türkei vom Goethe Institut und Auswärtigen Amt im Jahr 2012.

2010 erhielt sie den Studiopreis des Berliner Senats für Welt- und Popmusik. Das Album Yaşamak erschien 2011 in der Reihe Next Generation der bekannten deutschen Jazzzeitschrift Jazz thing (Double Moon Records) und 2012 bei dem größten türkischen Independent Label für Weltmusik und Jazz Kalan Müzik.

So frei wie die Texte von Nâzım Hikmet ist auch das Album „Yaşamak“ (zu Deutsch: Leben), immer auf der klanglichen Suche nach dem Weiten. Es vereint dabei die türkischen Wurzeln der jungen Sängerin mit dem Jazz und wurde von der Presse als „Beginn einer Erfolgskarriere“ gelobt. –Jazzthetik

„Es sind wunderschöne Geschichten, die Defne Şahin auf Türkisch singt, vertonte Gedichte von Nâzım Hikmet. Ihre klare Stimme und diese schöne Sprache verzaubern. Zusammen mit den verwobenen Harmonien und Melodien und immer wieder überraschenden Grooves entsteht bei jedem Stück eine eigene Welt, die mich, auch wenn ich die Sprache nicht verstehe, mit auf den Weg nimmt. Wunderbar, wie schnell eine Musikerin und ihre Musik wachsen können!“

Julia Hülsmann